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Alicia im Wunderland



Hier ist er also, der Anfang von etwas Neuem. 
Ich weiß ja nicht, wie Ihr bisher Eure Autos gewaschen habt, aber ich gestehe hiermit, dass ich ein kleines Schluderlieschen bin was das angeht. 
Zum größten Teil liegt das wohl auch daran, dass man beim Waschen erst richtig sieht, was mit dem Auto NICHT in Ordnung ist, sprich die kleinsten Macken und Kratzer kommen zum Vorschein. Andererseits  - wer liebt denn nicht den blitzsauberen Lack seines Lieblings? Und das Schöne ist: Es gibt genug Methoden, auch größere Lackschäden verschwinden zu lassen.

Genau aus diesem Grund habe ich mich in den letzten Wochen ausgiebig mit dem sogenannten Detailing, auf deutsch einfach Fahrzeugpflege, beschäftigt. Und je mehr ich erfuhr, desto größer wurde mein schlechtes Gewissen - und meine Neugierde. Ich kann Euch sagen, entgegen meiner Erwartungen ist dieses Thema sogar richtig interessant! 

Vor allen Dingen haben es unsere Fahrzeuge einfach verdient, schließlich sind sie diejenigen, die uns tagtäglich durch die Gegend chauffieren. Natürlich steckt auch sehr viel Arbeit dahinter, sein Auto oder Motorrad richtig zu pflegen. Und selbst nach ausführlicher Recherche weiß ich noch längst nicht alles, was es so zu wissen gibt, aber ich denke, die Grundkenntnisse erweitern sich währenddessen. Also nix wie ran an den Dreck! 

Ich arbeite momentan an Beiträgen zur Auto- und Motorradpflege und werde versuchen, Euch einen groben Überblick über die Abläufe zu verschaffen, aber auch auf wichtige Informationsquellen und Tools verweisen. Wo bekomme ich zum Beispiel die flauschigsten Mikrofasertücher her? Gibt es Bücher zu diesem Thema? Oder braucht man wirklich so viele Flaschen, wie man immer denkt?


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Letzten Samstag habe ich mir endlich einen kleinen, lang gehegten Traum erfüllt und war auf der Essen Motorshow, die dieses Jahr sogar ihr 50 jähriges Jubiläum feierte. Warum ein Traum und warum lang gehegt? Nun ja, Essen ist wirklich nicht aus der Welt, ein paar hundert Kilometer A3 und schon ist man da. Weshalb ich es all die vorherigen Jahre nicht geschafft habe, weiß ich auch nicht, immer kam irgendetwas dazwischen oder vielleicht lag es auch einfach nur an der unwirtlichen Jahreszeit. Denn die Fahrt war wirklich abenteuerlich. Regelmäßig sind wir auf Streufahrzeuge gestoßen und die linke Spur war größtenteils verschneit. Das war ein richtiger Kulturschock für mich, für die, die nur gut geräumte Straßen kennt. Als wir dann endlich angekommen sind, rächte sich der Schnee natürlich sofort und durchnässte uns komplett. Das war ja schon mal ein miserabler Anfang und ich verstehe nicht, warum man eine Messe für Autoliebhaber im Dezember veranstaltet. Da möchte doch jeder sein Baby vorzeigen und ausführen, was sich aber verbietet, wenn es so zu leiden hat.

Aus der Ruhe bringen lassen wir uns sowieso nicht - nach einem klitzekleinen Ausrasterchen sind wir also bereit und entern die Messehallen. Und wo landen wir als allererstes? In der Jubiläumsausstellung von AMG! Wer mich kennt, weiß, dass mein Herz für BMW schlägt. Nichts desto trotz haben die Stuttgarter einiges hingezaubert und machen Lust auf mehr. Nur leider kommt da nicht mehr soviel mehr. Über 500 Aussteller in 12 Hallen und rund 356.000. Besucher sorgten zwar für eine bunte Vielfalt, trotzdem wirkte die EMS ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. 



Statt hochgezüchteten PS-Monstern so weit das Auge reicht, gab es bloß Tuningzubehör überall. Ich für meinen Teil bin jedenfalls nicht gekommen, um mir neue Außenspiegel oder Felgen zuzulegen, war aber zumindest hin und weg, als ich festgestellt habe, dass die klassische Borbet A mit Tiefbett wieder aufgelegt wird. Da war ich aus dem Häuschen kann ich Euch sagen, da keine Felge mein Schätzchen so schmückt wie diese. Klar, kaufen können hätte man viel, ob es die neuesten Putztrends oder Carbonveredlungen sind, da hätte man schon einen riesigen Karren hinter sich her ziehen können. Und selbst wenn man sich im Shoppingfieber ein bisschen am Riemen reißt, kommen Auto-Fans nicht zu kurz. 







EMS oder IAA?

Im Gegensatz zur IAA, wo immer nur ein einziger Bugatti heroisch zur Schau gestellt wird - oder alle Luxuskarossen streng bewacht werden - und nicht einmal im Traum daran zu denken ist, einen ausführlichen Blick zu erhaschen, läuft man auf der EMS geradezu unbemerkt daran vorbei. Damit meine ich, dass Bugatti, Lamborghini, Ferrari und Co. so unscheinbar ausgestellt werden, dass sie dem unaufmerksamen Besucher schnell entgehen können. Selbst Schuld, kann man da sagen - ja. Ich weiß nicht recht, was ich besser finden soll. Einerseits verdienen Fahrzeuge wie diese einen dementsprechenden Auftritt, andererseits ist es viel schöner, deren Präsenz von Nahem auf sich wirken zu lassen. Also doch ein Punkt für die EMS. Dagegen hält die IAA eine größere Vielfalt an Herstellern. Ich habe mich ernsthaft gefragt, was Aussteller wie Skoda auf der EMS zu suchen haben. Ohne Alltagsautos herabstufen zu wollen, geht es hier doch wohl eher um Kraft und Seltenheitswert. 




Old but gold

Seltenheitswert - DAS Stichwort für Halle 1, betitelt mit "Sammlerfahrzeugen & Raritäten". Das ist meine Halle, da fange ich an zu sabbern. Mein Gott, was dort für Schätze gestanden haben. Da soll noch einer sagen, Automobil und Geschichte gehören nicht zusammen. Und da waren sie alle schön! Diese Kurven und Formen, dieser Charakter bringen mich zum schwärmen. Ich kann nur jedem empfehlen, einfach durch diese Hallen zu wandeln und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. 







Wem das zu langweilig oder unspektakulär ist, tja, für den gab es ja die Motorsportarena, in der praktisch den ganzen Tag Programm stattfandt. Ich fand es besonders toll, nach dem bloßen Betrachten von Autos auch Benzin zu riechen und Motoren zu hören. Allerdings waren weder die Kartschule noch die Driftchallenges so unterhaltsam, wie ich es erwartet habe. Nichts, was man nicht schon gesehen hätte. 



Alles in allem war die EMS zwar "nett", aber nicht das "PS Festival in Essen", wie sie tituliert wird. Die Beschreibung von Ausstellern der EMS als "zentrale Plattform für Händler und Kunden" trifft wohl eher zu. Wer sich inspirieren lassen möchte für privates Tuning oder dezente Spielerein ist hier genau richtig. Selbstverständlich bereue ich meinen Besuch in Essen keineswegs und würde auch nicht ausschließen wiederzukommen, wünsche mir aber weniger Zubehör und mehr Autos. 
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Meine Güte, ich kann es gar nicht glauben, dass nun schon ein ganzer Monat vergangen ist, es fühlt sich an, als sei es gestern gewesen. Vor genau vier Wochen habe ich Euch schon von meiner Vorfreude auf meinen Selbstversuch auf der Rennstrecke berichtet.

Natürlich möchte ich meine Erfahrungen hautnah und mit Hilfe vieler Bilder mit Euch teilen. Überhaupt werden die Fotos in diesem Beitrag wahrscheinlich überhandnehmen, weil das Erlebnis an sich mit Worten gar nicht zu beschreiben ist. Und ich habe sooooo viele gemacht, denn ich bin so ein Mensch, der immer das Bedürfnis hat, Erinnerungen festzuhalten.


Zunächst zum Ablauf des Events: Mein Starttermin war gegen 13 Uhr, also habe ich mich vormittags gemütlich auf dem Weg zum Hockenheimring gemacht. Das Stündchen Fahrt mit meinem eigenen Schätzchen verging selbstredend wie im Flug und ich gebe zu, dass ich schon ein bisschen aufgeregt war. Und ich habe sonst nie schwitzige Hände!
Cool war, dass man auch mit seinem privaten Auto direkt ins Fahrerlager fahren durfte, so praktisch keinen Fußweg hatte und auch einfach das Ambiente etwas schöner als auf dem Standardbesucherparkplatz war. Die kurze Führung über den Ring und die VIP-Logen war zwar gut, aber so richtig konzentrieren konnte ich mich nicht, da ich die ganze Zeit nur Ferrari Ferrari Ferrari im Kopf hatte.


Und irgendwann ging es dann auch endlich los. Nach dem langen Warten ging alles ganz plötzlich: Jacke aus, Helm an, Hände schütteln, anschnallen, los geht’s. Ich kann nur sagen WOW. Die Beschleunigung aus der Boxengasse heraus war schon mehr als brutal. Hier eine kleine Anekdote am Rande: Bisher war mir noch nie aufgefallen, dass an der Boxenausfahrt das offizielle Verkehrsschild für die Aufhebung aller Streckenverbote inklusive Geschwindigkeitsbeschränkung steht. Irgendwie witzig oder? Schließlich muss man als Rennfahrer nicht daran erinnert werden, Vollgas zu geben. Mein Fahrer jedenfalls nicht. Aber ich habe ihm auch beim Einsteigen gesagt, er solle doch bitte keine Rücksicht auf mein eventuell zartes Gemüt nehmen. In diesem Moment gibt es nur eins, das ich verlange: alles, was geht.


Zum Glück hat er mich beim Wort genommen und ist nur vom Gas gegangen, um den Ferrari durch die engen Kurven zu zwingen. Am heftigsten waren dabei sicher die Spitzkehre und die Sachskurve, die durch den engen Kurvenradius einen extremen Bremspunkt erfordern. Mindestens genauso stark wie die reine Geschwindigkeit war das Bremsen. Extrem spät und extrem hart. Man wird wirklich sehr sehr heftig in den Sitz gepresst und ich musste mich mit beiden Händen festhalten. Die drauffolgende Beschleunigung entlockte mir immer wieder ein Freudenquietschen und dem Fahrer ein Grinsen. Du bist echt klasse gefahren!



An dieser Stelle möchte ich noch einmal explizit auf die Organisation und das Team hinter den Kulissen eingehen: Aus gutem Grund hatte ich schon im Vorhinein Kritik an der Hockenheim-Ring GmbH geübt. Diese kann ich auch leider nicht zurücknehmen, aber ich wurde trotzdem durch den Einsatz einiger Einzelpersonen total positiv überrascht. Allen voran ist dem Team von Racing one zu danken, die sich mit der entsprechenden Sorgfalt um die Gäste gekümmert haben. Sowohl die Mechaniker als auch mein Fahrer waren wirklich sehr lieb und sind auch auf individuelle Wünsche meinerseits eingegangen.


Naja, jetzt werdet Ihr Euch sicher immer noch fragen Wie war es denn nun? Das ist so schwierig zu beschreiben Leute! Es war oberhammermegaaffengeil! Ich kann so ein Fahrerlebnis nur jedem ans Herz legen, der genauso autobegeistert ist wie ich. Getoppt werden kann das wahrscheinlich nur vom selbst fahren. Ich träume selbst den Traum eines jeden Autonarren: einmal mit einem Auto mit Schaltwippen die 300km/h toppen. Eins verspreche ich Euch, ich arbeite ganz hart daran, diesen Traum wahr werden zu lassen.


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Das ist sie, die Liebe meines Lebens. Und ja, sie hat vier Räder, nicht zwei Beine. Schnelligkeit, Kraft, Traktion. Mal ehrlich, wer von uns erlebt in seinem Leben nicht gerne die ein oder andere Art des Rauschs? Das ist definitiv die beste! Und natürlich ganz legal!

Wer jetzt denkt, es ist die Geschwindigkeit, die zählt, der irrt. Man muss nicht immer rasen. Zugegeben, Highspeed ist auch nicht zu verachten. Zu diesem Thema starte ich dieses Jahr den ultimativen Selbstversuch auf der Rennstrecke. Hier geht’s zum vollständigen Post.

Ich oute mich hier mal ganz mutig als eingefleischte BMW Fahrerin. Woher wieso weshalb? Keine Ahnung, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Ich bin mit BMW aufwachsen und habe mich eben verliebt. Zack. Da kann man nix machen, denn wie sagt man so schön? ‚Wo die Liebe hinfällt’. Was nicht heißt, dass es keine stichhaltigen Argumente gibt, die für die Marke sprechen. Schließlich heißt es im Werbeslogan der Münchner nicht umsonst ‚Freude am Fahren’.

Selbstverständlich sage ich auch nicht nein zu anderen edlen Karossen. Da hat die Automobilbranche ja noch genug Leckerbissen zu bieten, oder was meint Ihr?
Ich werde versuchen, Euch hier einige besonders schmackhafte vorzustellen, alles rund um neue Modelle, Facelifts und Motorupgrades.


Und dann gibt es ja noch diese ominösen Elektroautos, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Seid mir nicht bös, aber ich bin eigentlich keine große Freundin bzw. eine große Skeptikerin. Synthetisches Motorgeräusch? Ewig langes Aufladen und zu kurze Akkulaufzeit? Große Anschaffungs- und Folgekosten? Ich weiß ja nicht. Dementgegen steht natürlich auch ein enormes Plus für die Umwelt – sagen zumindest die Politiker. Was wirklich dran ist und wie wir Hybride oder reine Elektros beurteilen können, sehe ich als wichtigen Aspekt. Fest steht, es gibt immer ein Für und Wider und genau das werden wir herausfinden.
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Alicia im Wunderland

Alicia im Wunderland
Hey, ich bins, Alicia! ♡-lich Willkommen im Wunderland! Ich liebe Fotografie, Kunst, Literatur, Natur ... und Autos. Neugierig? Dann klicke einfach auf mein Bild! Lasst uns zusammen alles entdecken und die Welt ein bisschen wunderbarer machen ♥

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